Montag, 8. September 2008

4 Wochen Deutschland


Genau heute vor 4 Wochen bin ich zurückgekommen!
Mann, wie die Zeit wieder vergeht!
Mir geht es gut, nur manchmal macht mich das grausame Wetter hier ein wenig aggressiv. Wie kann es nur immer so grau sein???
Wenn man 1 Jahr fast nur blauen Himmel gewöhnt war, kommt es einem hier schrecklich düster und kalt vor...
so allmählich sammeln sich die Dinge, die ich vermisse:
- der BLAUE Himmel
- das Lächeln und die Freundlichkeit der Japaner
- das Essen (Udon, Tofu...)
- Convenience Stores, die Bahn (Meitetsu)!!!

ach ja... aber wenn es all diese schönen Unterschiede nicht gäbe, dann wäre ja auch die Vorfreude auf meinen nächsten Aufenthalt in Japan nicht so groß :)
So langsam muss ich mich auch auf meinen Umzug vorbereiten. Mal wieder heißt es Kofferpacken, aber diesmal mit noch mehr Unsicherheiten.
Es ist komisch, aber in Japan habe ich mich sicherer gefühlt - von Anfang an.
Wie schnell lasse ich mich doch verunsichern, verängstigen, verwirren...
Aber ich bin nicht alleine!
Egal ob in Japan oder Deutschland oder sonstwo! Er hält sein Wort und ich darf auf ihn vertrauen.

Mittwoch, 20. August 2008

Das Leben geht weiter...


Endlich melde ich mich wieder!
Jetzt sind es genau 10 Tage, die ich wieder in Deutschland bin und so viel ist passiert!
Am 11.August bin ich angekommen und 2 Tage später bin ich schon nach Essen gefahren, um mich dort einzuschreiben (Deutsch und ev.Religion auf Lehramt). Noch am selben Tag habe ich ein Zimmer in einem Studentenwohnheim bekommen!!!! Es liegt nur 10 Minuten von der Uni entfernt und ich wohne in einem Doppelapartment (13qm) mit eigener Küche und Bad :)
Ab 1. Okotber werde ich also nach Essen ziehen und ich bin schon sehr gespannt!

Vom 15.-19.August war ich auf dem Re-entry Seminar in Beienbach, wo ich nochmal alle FSJler, die auch vor einem Jahr ins Ausland (Peru, Argentinien, Südafrika, Kongo, Spanien, Mexico etc.) gegangen sind, wiedergesehen hab.Es gab viel Zeit sich auszutauschen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Obwohl wir viele Vorträge über Reflektion und Verarbeitung gehört haben, kann ich im Moment noch nicht viel damit anfangen. Ich brauche einfach noch mehr Abstand und Zeit.
Ich stecke einfach noch zu sehr im "Nirgendwo" und fühle mich als Reisender oder Besucher, der nur kurze Zeit in Deutschland bleibt, aber auch bald wieder zurück nach Japan fährt. Aber ich bin echt dankbar, dass ich ab morgen die Möglichkeit habe 5 mal die Woche auf eine Kunstschule zu gehen, wo ich einen Mappenkurs besuchen kann.
Ich denke, ich kann dort viele Ideen, Inspiration bekommen und Techniken lernen! Denn im Mai muss die Mappe schon fertig sein.
Es ist einfach nur unglaubich toll, wie Gott mich weiterleitet und es mit meinem Leben weiter geht! Ich hatte so viele Ängste und Sorgen um das Leben nach Japan, aber Gott hält mich in seinen großen, starken Händen und lässt mich nicht im Stich!
Ich hoffe, dass ich auch bald eine Gemeinde in Essen finde.
Schön, wenn ihr da mit mir beten würdet....

Habt Dank!
Eure Julia

Dienstag, 12. August 2008

Tadaima- bin wieder da!

Hallo ihr Lieben!
Gestern bin ich gut in Deutschland angkommen, die Landung war zwar etwas holprig, aber wir haben es gut überstanden!
Am Frankfurter Flughafen gab es dann das langersehnte Wiedersehen mit meiner Familie :) das war schön!
Zu Hause angekommen, habe ich erstmal die Geschenke für meine Familie ausgepackt, viele Fotos und Abschiedsgeschenke wurden mit Begeisterung gezeigt... nichts ahnend klingelte es dann plötzlich an der Haustür- viele meiner Freunde standen mit strahlendem Lächeln vor mir!! Was für eine Überraschung! Es war so schön, sie wieder in den Arm nehmen zu können! Meine Eltern, die natürlich von der Überraschung wussten, kamen dann auch mit selbstgemachten Kuchen und Getränke an.
Viele interessante Fragen, viele Umarmungen und Küsse und glückliche Gesichter! ICH BIN WIEDER DA- und es tut so gut von meinen Liebsten empfangen zu werden...
ICH DANKE EUCH ALLEN FÜR DEN SCHÖNEN ABEND!

Ich habe es doch wirklich bis 23:30 Uhr durch geschafft, danach bin ich aber auch nur so in mein geliebtes Bettchen gefallen...
Noch schwebe ich im "nirgendwo" zwischen Japan und Deutschland und kann das alles nicht so realisieren!
Aber ich bin sehr froh wieder Zuhause zu sein :)
Morgen muss ich auch schon zur Uni nach Essen um mich einzuschreiben - also es geht sofort weiter mit meinem Leben, aber es ist genau richtig so!
DANKE!!!!
Eure Julia

Sonntag, 10. August 2008

Au revoir Nippon!


Mein letzter Tag in Japan!
Ich sitze gerade in unserer leer geputzten Wohnung, neben mir mein vollgestopfter Koffer und eine Handtasche voller japanischer Süßigkeiten und Snacks....
Ich darf auf ein Jahr voller neuer Erfahrungen, Eindrücke und Begegnungen zurückblicken und bin sehr sehr dankbar dafür!
In diesem Jahr habe ich genauso viel, wenn nicht noch mehr, wie in meiner Schulzeit gelernt. Besonders habe ich mich selber kennengelernt- mit all meinen Schwächen und Stärken! Und das Gott mich so liebt wie ich bin und er IMMER bei mir ist.
Ich kann euch so ein Jahr im Ausland nur empfehlen. Entfernt von Familie, vertrauter Umgebung und Alltag, lernt man Dinge noch einmal ganz neu schätzen und lieben.
Japan ist und bleibt mein 2. Heimatland und ich freue mich schon auf meinen nächsten Aufenthalt und auf all meine Freunde, die ich hier gefunden habe!
Ich danke euch, treue Blog-Leser, für euer Interesse an meinem Leben in Japan :)
Ich werde den Blog, aufgrund der großen Nachfrage aus Japan und Deutschland (DANKE!!), weiterführen...
diesmal über das Leben als Studentin (oh mann- ich kanns mir noch gar nicht vorstellen).
DANKE AN EUCH ALLE!!!!
ICH FREUE MICH AUF EUCH
eure Julia

Samstag, 2. August 2008

Kids Camp

Heute kam ich aus dem Sommer Kids Camp in Neo zurück!
Es waren zwar nur 2 Tage, aber dafür unvergessliche! 47 Kinder mit 15 Mitarbeiter und ein tolles Programm rund um Daniel.
Das Freizeitheim in Neo liegt mitten in den Bergen und in der Nähe fliesst dieser wunderschöne Fluss. Gestern konnten wir alle sogar darin schwimmen! Am Abschlussabend gab es noch ein Camp-Feier und dazu ein leckeres Barbecue und zum Nachtisch Marshmallow! Es war einfach toll den ganzen Tag von süßen, kleinen Kindern umgeben zu sein, die einem Liebe, Akzeptanz und Gemeinschaft schenken! Es ist auch immer wieder erstaunlich wie sehr die Kinder von Jesus begeistert sind und voller Freude dabei sind. Eine echte Motivation für mich :)
Ich bin sehr dankbar, dass Gott dieses Camp gesegnet hat und mir nochmal schöne Erinnerungen geschenkt hat!

Samstag, 26. Juli 2008

*HANABI*

Heute um 19:00 fand das berühmte alljährliche Hanabi (Feuerwerk) in Gifu am Nagara-Fluss statt! Viele waren im Yukata gekleidet und über 10.000 Besucher versammelten sich rund um den Fluss. Es war ein unglaublich schönes Farbenspiel und dieses Foto zeigt nur den bescheidenen Anfang des Spektakels! Ganze 1 1/2 Stunden wurden verschiedene Raketen in den Himmel abgeschossen und man kann schon sagen, dass unser alljährliches Silvesterknallen dagegen ein Witz ist...
Ein japanisches Hanabi muss man mal miterleben, es ist toll!

Besuch aus Tokyo


Vom 23.07-26.07 kamen mein Onkel und meine Tante aus Tokyo zu mir nach Gifu!
Obwohl ich in der Gifu Präfektur wohne, kenne ich mich hier so gut wie gar nicht aus. Unser Arbeitsumfeld ist nämlich eher Nagoya, was schon zur Aichi Präfektur gehört. So haben wir uns ein Auto gemietet und haben einige schöne Orte in Gifu besichtigt.
Es gab einige Gässchen wie in Kyoto oder grünes bergisches Land wie in Europa! Ich hätte nicht gedacht, dass Gifu so groß und so facettenreich ist! Da die Temperaturen zur Zeit sehr am Steigen sind (Raumtemperatur 33 Grad) konnten wir nicht so viel unternehmen, wie eigentlich geplant war. Dennoch war es eine schöne Zeit mit den Beiden!

Sonntag, 20. Juli 2008

Summer-Party im HOPE

Gestern war im Youth Hope Center eine Summer-Party. Viele Frauen und Mädchen hatten den beliebten Sommer-Kimono, den Yukata, an! Auch wir 3 Shorty-Damen haben uns in die wunderschönen Stoffe einpacken lassen :) Gleichzeitig war diese Party auch unsere Abschiedsfeier vom Hope. Auf dem Gruppenfoto seht ihr im Vordergrund eine braune Regenrinne, die quer durch den Raum geht. In die Regenrinne (normalerweise benutzt man Bambusrohre ^^)wird Wasser eingeführt und leckere weiße lange Nudeln fließen durch die Rinne und man muss sie mit den Stäbchen rausfischen.
Das Gericht heißt Nagashi-Somen und ist ein typisches Sommergericht mit Spasseffekt!
Irgendwie kann man das gar nicht so richtig realisieren, dass das Jahr bald vorbei ist! Man ist zwar jeden zweiten Tag auf einer Abschiedsfeier, aber das Gefühl von richtigem Abschied habe ich dabei noch nicht. Ich befürchte, dass es erst wieder in Deutschland "klick" macht und ich ein wenig Zeit brauche, um alles zu verarbeiten.
Nichts desto trotz sind es nur noch 22 Tage, die uns trennen!!!!

Freitag, 18. Juli 2008

Mein Erster Schultag in Japan!

Gestern hatte ich die Möglichkeit eine Junior High School zu besuchen. Dank Frau Tori, die in der Iwakura Gemeinde Mitglied und von Beruf Englischlehrerin ist, durfte ich mit zu ihrem Unterricht und ein bisschen von den Schulen in Deutschland erzählen. Ich wurde sehr herzlich von dem Direktor und Leiter der Schule begrüßt und auch er stellte mir sofort einige Fragen zu Deutschland. Als ich ihnen von Hitzefrei bei Raumtemperatur 28 Grad erzählte, konnten sie es kaum glauben. Im Moment sind es um die 35 Grad in Japan und es gibt nur im Lehrerzimmer eine Klimaanlage. In den Klassenzimmern, in denen über 30 Schüler sitzen, gibt es weder eine Klimaanlage noch einen Ventilator!Als ich dann selber im Klassenzimmer stand, war es wirklich enorm warm und anstrengend. Nachdem Frau Tori mit den Schülern der 2.Klasse (also 8.Klasse in Deutschland) ein bisschen Englischunterricht gemacht hat, hatte ich die Zeit mit vorzustellen, Fragen der Schüler zu beantworten und Fotokopien von meiner Schule zu zeigen. Auch das deutsche Schulsystem habe ich kurz an der Tafel dargestellt. In Japan geht die Grundschule bis zur 6.Klasse und die weiterführende Schule nur bis zur 12.Klasse. Nach dem Unterricht gab es gemeinsames Mittagessen in den Klassenzimmern. Dort verteilen die Schüler das Essen aus und stellen die Einzeltische zu einer Sitzgruppe zusammen. Ich habe mich einfach an einen Tisch dazugesetzt und mitgegessen. Danach kam der Großputz! Jede Klasse ist für ihr eigenes Klassenzimmer zuständig, einige Schüler reinigen auch den Innenhof, den Garten und auch die Lehrerzimmer. In Deutschland kaum denkbar!
Ich konnte viele Eindrücke und neue Erfahrungen sammeln und eine japanische Schule mal von innen kennenlernen!
Vielen Dank!

Abschiedsessen in Taketoyo


Am Mittwochmorgen haben sich Declans Englisch- und meine Deutschklassen getroffen. Declan und ich haben einige Fotos von unserm Jahr zu einer Diashow zusammengestellt. Wir haben die Fotos kommentiert und danach gab es eine kleine Danksagung an unsere Schüler. Ich habe mich in Taketoyo wirklich am wohlsten gefühlt und mich immer auf jeden Mittwoch gefreut! Ein Stück weit ist mein Wunsch Lehrerin zu werden auch durch die Taketoyoklassen gewachsen.
Zum Mittagessen sind wir zu einem tollen japanischen Restaurant am Meer gefahren. Es gab mindestens ein 8 Gänge-Menü mit hochfeinen japanischen Delikatessen.
Ich bin sehr dankbar für die Zeit in Taketoyo und für die tolle, intensive Gemeinschaft mit den Sprachschülern.
Einige möchten sogar zum Flughafen kommen und mich dort richtig verabschieden. Das finde ich so nett!
Ich wünsche meinem Nachfolger eine genauso schöne Zeit und Begeisterung mit den Klassen in Taketoyo!

Sonntag, 13. Juli 2008

Letztes Treffen mit Nanzan-Studenten


Am gleichen Abend noch haben uns einige Deutschstudenten und ihr Deutschprofessor zum Abendessen eingeladen. Durch Ayako, die eine gläubige Deutschstudentin ist, haben wir Kontakt zu einigen ihrer Kommilitonen bekommen und konnten sogar schon zwei Mal mit zur Uni. Dort haben wir auch ihren Deutschprofessor kennengelernt, ein sehr lustiger und lebendiger Mann! Wir konnten uns problemlos mit allen Studenten auf Deutsch verständigen und hatten sehr amüsante Gespräche. Sie alle sind sehr motiviert Deutsch zu lernen und einige waren auch schon für 1 Jahr in Deutschland.
Ich bin sehr dankbar für die Begegnungen mit jungen Leuten! Es war ein rundum schöner Abend und ich werde auf jedenfall einige wieder besuchen!

Sayounara - English Kids Club!


Gestern war meine letzte Kinder-Englischklasse in Taketoyo. Es gab selbstgemachte Pizza und einige Spiele auf Englisch. Die Kinder sind mir echt ans Herz gewachsen und ich hoffe, dass sie weiterhin zu der Klasse kommen! Mit Kindern zu arbeiten war eine echte Bereicherung. Sie sind so ehrlich und natürlich.
Sie erinnern mich auch immer wieder an folgende Worte Jesu:
Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Montag, 7. Juli 2008

Abschiedsfeier in Iwakura


Am Sonntag war meine erste Sayounara-Party in Iwakura. Nach dem gemeinsamen Mittagessen hat meine Deutschschülerin ein Quiz über mich und die Gemeinde vorbereitet. Bei den Fragen über mich wurden einige Gemeindemitglieder nach vorne gebeten. Fragen, wie: Wo ich wohne, wie mein Bruder heißt und was meine liebste japanische Fernsehsendung ist! Es war einfach nur ein riesen Spass und auch ich musste bei den Fragen über die Gemeinde schwitzen ;) Danach haben wir ein japanisches Lied gesungen, welches ich erst in dem Jahr kennen und lieben gelernt habe. Es heißt übersetzt "Ich will dir danken". Zum Abschluss habe ich ein typisch japanisches Wandbild mit einem biblischen Vers geschenkt bekommen. Der Vers steht in Sprüche 3,6: Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!
Ich habe mich sehr darüber gefreut! Dazu habe ich noch eine japanische Bibel, in die jeder unterschrieben hat, bekommen.
Um die mal ganz lesen zu können, braucht es bestimmt Jahre, aber wenn ich die deutsche Parallelstelle hab, kann es doch sehr interessant sein.
Zur Feier des Tages bin ich mit Elissa, der Pastorentochter, mit der ich mich sehr gut verstehe, Karaoke singen gegangen :) Ich kann mittlerweile einige japanische Lieder singen!
Abends sind dann die Pastorenfrau, Elissa und ich in ein japanisches Restaurant gegangen und haben es uns schmecken lassen! Ach, ich werde die japanische Küche auch sehr vermissen...
Auch wenn heute schon die Abschiedsfeier war, werde ich versuchen noch 2 Mal nach Iwakura zukommen. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich in diese Gemeinde gehen konnte und viele tolle Menschen kennenlernen durfte! Im Moment bauen sie ein neues Gemeindehaus, aber leider wird es erst nächstes Jahr fertig sein. Bitte betet mit mir, dass auch dieses Haus für Gott genutzt wird und viele Leute erreicht!
DANKE

Dienstag, 1. Juli 2008

Chagall

Heute sind meine Deutschklasse und ich nach Okazaki zu einer kostenlosen Chagall-Ausstellung gefahren. Die moderne Architektur des Museums und seine Lage (auf einem Hügel, ringsherum nur Wald und ein See) waren schon sehr beeindruckend! Die Ausstellung, die eine Reihe von Chagalls früheren und letzteren Werke zeigte, war auch toll. Einige Bilder waren so überdimensional groß, dass sogar der Ausstellungsaum für die Gesamtwirkung zu klein war. Wenn ich an Chagall denke, dann kommen mir sofort seine arzurblauen Bilder in den Sinn, die eine unbeschreibliche Ruhe und Schwerelosigkeit ausdrücken. Aber heute konnte ich verschiedene Bilderserien in den jeweiligen Farbstimmungen sehen. Zum Beispiel sind die Bilder, die die Trauer und den Verlust seiner Frau zeigen, alle in dunklen, trüben Farben gemalt. Die Bilderreihe zum Hohenlied dagegen strahlen in einem feurigen rot Ton.
sind auch immer wieder die Details und die vielen biblischen Elemente in seinen Werken. Die Mondsichel taucht sehr häufig in vielen seiner Bilder auf und soll den jüdischen Namen für Gott "Jahwe" symbolisieren. Die Jahre seiner Kindheit, sein familiärer Kreis, das orthodoxe Judentum und sein Heimatdorf Witebsk sind die Hauptthemen seiner Bilder. Heute habe ich Chagall ganz persönlich kennengelernt, denn in allen seinen Werken steckt ein Teil von seinem Leben und von seinem Glauben.

Samstag, 28. Juni 2008

Freundeskreis

Am Donnerstag hatte ich die Möglichkeit mich mit Ayako zu treffen. Ayako ist Deutschstudentin und wir kennen uns durch eine christliche Veranstaltung. Seitdem versuchen wir uns so oft es geht zu treffen und Gemeinschaft zu haben. Da wir uns sehr gut über unseren Glauben austauschen können, ist mir unsere gemeinsame Zeit sehr wichtig! Es ist wirklich toll, wie Gott Gebete erhört. Mein Wunsch war es immer gewesen, mit japanischen jungen Christen Kontakt zu haben. Dadurch dass Ayako viele gläubige Freunde hat und zu vielen christlichen Veranstaltungen geht, wurde mir dieser Wunsch erfüllt. Abends sind wir auch zum "Immanuel Meeting" gefahren. Ein Gottesdienst für Studenten. Alle waren sehr offen und nett und wir kamen sehr schnell ins Gespräch. Es tut einfach gut zu wissen, dass wir wirklich einen Körper bilden und wir Geschwister sind!

Montag, 16. Juni 2008

1 Sonntag 3 Gottesdienste


Gestern war ich mit in Judiths Gemeinde in Oyamada. Oyamada ist auch ein bekannter Ort für seine vielen brasilianischen, peruanischen und philippinischen Einwanderer. Morgens wie gewohnt um 10:30 fing der japanische Gottesdienst an. Ich wurde gebeten, einige Stücke auf der Flöte zu spielen. Beim Mittagessen saß ich an einem Multikulti-Tisch mit einem Brasilianer, einem Italiener, einem Peruaner und einer Chinesin aus Kanada. Auf Englisch, Japanisch, Portugiesisch wurde geredet und für das erste Mal fühlte ich mich, als wäre ich nicht mehr in Japan.
Nach dem Mittagessen nahmen wir noch am englischen Gottesdienst teil und am Abend an dem brasilianischen. Viele kommen aus verschiedenen Ländern, Hintergründen und haben ihre eigene Lebensgeschichte, aber sie alle kommen zu einem Ort, die Gemeinde, zusammen um den einen Gott zu feiern! Ich war mal wieder so überwältigt, wie sehr Menschen allein durch ihren Glauben verbunden sind, wie eine große Familie. Es herrschte eine völlige Offenheit und eine Natürlichkeit. Es wurde zusammen gesungen, gebetet, gefeiert und alles zur Ehre Gottes. So stelle ich mir ein bisschen den Himmel vor :)
Dieser volle, zum Teil auch anstrengende Tag wurde für mich zu einem weiteren neuen, wichtigen Erlebnis. Ich bin immer noch fasziniert von den vielen Eindrücken, Begegnungen und Gesprächen von gestern... aber am meisten von unserem großen Vater, der uns alle zusammenhält und vereint. AMEN

Montag, 9. Juni 2008

Miyoshi


Am Sonntag war ich in der Miyoshi-Gemeinde, die von Missionarsehepaar Fuhrmann gegründet wurde. Nachmittags sollte ich etwas über das Thema "Du bist wertvoll" vorbereiten. Jeder bekam ein leeres Blatt auf den Rücken geklebt und einen Stift. Die Aufgabe war es Jedem etwas Nettes auf den Rücken zuschreiben. Sei es nur ein Adjektiv, was die Person ausmacht, eine Charakterstärke oder wofür man sich bedanken möchte. Nach 10 Minuten durften dann alle ihre vollgeschriebenen Blätter vom Rücken abnehmen und lesen. Strahlende, glückliche Gesichter überall! Anschließend habe ich noch den Vers 4 in Jesaja 43:Weil du teuer bist in meinen Augen und wertvoll bist und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen hin an deiner Stelle und Völkerschaften anstelle deines Lebens. Deshalb lass dich von Gott gebrauchen, denn er hält nur das Beste für dich bereit!
Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie sehr Gott mich hier in Japan schon beschenkt hat!

Donnerstag, 5. Juni 2008

Ballett

Irgendwann vor 2 Wochen erzählte eine meiner Sprachschülerinnen in Taketoyo, dass sie vor kurzem mit Ballett angefangen hätte. Auf meiner "Japan-Wunschliste" hatte ich mal geschrieben, dass ich gerne eine Ballettunterrichtsstunde miterleben möchte. Sofort kümmerte sich meine Sprachschülerin darum und gestern durfte ich wirklich beim Ballettunterricht teilnehmen. Das erste Mal nach 5 Jahren! Einige Stangen-Übungen kamen mir bekannt vor und es machte unglaublich viel Spass. Zwar waren die 13-15 jährigen top und richtig gut und als es dann zum Spagat kam, hing ich als Einzige noch in der Luft ^^. Aber nichts desto trotz bin ich erstaunt, wie viel ich noch kann!
Ich bin so dankbar, dass ich besonders jetzt in den letzten Monaten noch einige Highlights erleben darf! (siehe Hochzeit)
Auch besonders neben dem Bewerbungs-Jungle, den ich gerade durchwandere, tuen solche Momente einfach gut.
Dank meiner Eltern, die mir Mut gemacht haben und meinen kleinen beschränkten Horizont erweitert haben, kommen zu Köln, Essen, Wuppertal und Siegen jetzt auch Hamburg, Mainz und Saarbrücken hinzu. Bitte denkt und betet mit, dass ich in die Stadt gehe, wo nicht nur die Uni gut ist, sondern ich auch eine passende Gemeinde für mich finde!
Ich danke euch!
Es grüßt euch eure Julia, die in 2 Monaten wieder in Deutschland ist!

Samstag, 31. Mai 2008

My First Big, Fat Japanese Wedding


Heute hatte ich die große Ehre an einer japanischen Hochzeit teilzunehmen :)
Yumiko, die Braut, die ich aus der Iwakura-Gemeinde kenne, hat mich gebeten auf ihrer Hochzeit etwas auf der Flöte zuspielen. So habe ich auch eine Einladung zur Feier danach bekommen und habe den guten Service des Reception House in Nagoya genossen :).
Das köstliche 4 Gänge Menü alla japonaise, die sehr abwechslungsreichen und lustigen Beiträge und natürlich das überglückliche Brautpaar wurden mir zur einem schönen Erlebnis!

Sonntag, 18. Mai 2008

Gemeinschaft

Heute war ich wieder in der Gemeinde in Ogaki. Einmal im Monat findet das sogennante "Coffee House" statt und ich mache dort immer eine kleine Andacht. Beim "Coffee House" steht an erster Stelle die Gemeinschaft, der Austausch und der Lobpreis! Nach lecker Kuchen und einer Tasse Tee singen wir meistens Lieder zur Ehre Gottes. Danach kommt meine Andacht, dabei ist mir wichtig, dass alle gemeinsam an der Andacht beteiligt sind und nicht nur ich am Reden bin. Heute wollte ich über Gemeinschaft sprechen und passend dazu habe ich Epheser 4, 4-6 gewählt:
Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung, Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allen ist. Bei meiner Vorbereitung schienen mir diese 6 Begriffe am Wichtigsten. Gleich danach entstand auch diese Idee:
Ich teile 3 Gruppen ein und jede Gruppe bekommt 6 verschiedene Formen in verschiedenen Farben. Dazu bekommen sie ein weißes Blattpapier und Kleber. Ihre Aufgabe ist es in den Gruppen mit Hilfe dieser Formen abstrakt den obigen Vers darzustellen. Sie sollen beliebig die Farbe und Form zu den 6 Wörtern wählen und sie dann beliebig auf dem Blatt anordnen.
Als nach 10 Minuten jede Gruppe ihr Bild erläutert und erklärt hat, war ich einfach nur beeindruckt.
Jedes Bild hatte seinen Sinn und jede Form hatte seinen Zweck. Besonders die Einfälle und die Erläuterungen zu den Bildern haben mich fasziniert.
Nicht nur der Vers spricht von Einheit, sondern auch die Gruppenarbeit sollte dazu dienen. Besonders in der Gemeinde ist Gemeinschaft wichtig, denn wir sind ein Leib. Und wir haben alle das gleiche Ziel: Unser Leben für, aus und mit unserem Vater Jesus Christus zu leben.